Demenz verstehen. Menschen begleiten.
Demenz gehört zu den größten gesundheitlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Allein in Deutschland leben heute rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Experten gehen davon aus, dass diese Zahl bis zum Jahr 2050 auf etwa 2,7 Millionen Menschen ansteigen wird.
Die Erkrankung verändert nicht nur Gedächtnis und Orientierung. Sie beeinflusst auch das Sicherheitsgefühl, das Vertrauen in die Umwelt und die Fähigkeit, soziale Beziehungen aufrechtzuerhalten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass soziale Isolation nicht nur eine Folge von Demenz sein kann, sondern zugleich zu den relevanten Risikofaktoren für die Entstehung und Verschlechterung kognitiver Einschränkungen gehört.
Vor diesem Hintergrund gewinnen individuelle und kontinuierliche Unterstützungsmodelle zunehmend an Bedeutung. Menschen mit Demenz benötigen vor allem Verlässlichkeit, Orientierung und vertraute Bezugspersonen. Genau hier setzt das Konzept von Home Instead an.
Home Instead – Spezialist für Menschen mit Demenz
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass vertraute soziale Kontakte und regelmäßige Interaktion einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität von Menschen mit Demenz leisten können (Details hierzu weiter unten). Gleichzeitig kann soziale Isolation den Krankheitsverlauf zusätzlich belasten.
Was viele nicht wissen: ambulante Dienste arbeiten normalerweise mit klassischen Tourensystemen. Dabei fahren Mitarbeitende 15 – 25 Kunden in ihrer Schicht nacheinander an. Sind Kollegen krank, werden es mehr. Für Menschen mit Demenz kann dies eine große Herausforderung darstellen.
Home Instead verfolgt einen anderen Ansatz, denn wir ordnen Kunden feste Mitarbeitende zu. Dadurch entstehen langfristige Beziehungen, Vertrauen und Sicherheit.
Hinzukommt, dass unsere Mitarbeiter speziell zum Thema Demenz und Umgang damit geschult sind und von einem Psychologen unterstützt werden. So ist gewährleistet, dass die Familien ihren demenziell veränderten Angehörigen in guten Händen wissen.
Die Vorteile fester, geschulter Bezugspersonen
- Wiedererkennung statt ständiger Veränderungen.
- Mehr Sicherheit und Orientierung im Alltag.
- Weniger Stress und Gewöhnungsphasen.
- Stabilere Tagesstrukturen.
- Aufbau von Vertrauen über einen langen Zeitraum.
- Entlastung für Angehörige.
Dieses Modell kommt einer echten 1:1-Begleitung besonders nahe. Menschen mit Demenz erleben dadurch eine Betreuungssituation, die ihren Bedürfnissen nach Kontinuität, Beziehung und Vertrautheit entspricht.
Entwicklung von Demenz in Deutschland
| Jahr | Anzahl Menschen mit Demenz |
|---|---|
| 2025 | 1,8 Mio. |
| 2035 | ca. 2,2 Mio. |
| 2050 | ca. 2,7 Mio. |
Entwicklung bis 2050: +50 %
Quelle: DZNE, internationale Prognosen.
Die drei wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren
Die aktuelle Lancet-Kommission identifiziert insgesamt 14 beeinflussbare Risikofaktoren für Demenz. Besonders bedeutsam sind Faktoren, die soziale Teilhabe und die Gesundheit des Gehirns unmittelbar beeinflussen.
Top-Risikofaktoren
1. Soziale Isolation
Menschen, die dauerhaft wenig soziale Kontakte haben, weil Freunde und Wegbegleiter verstorben sind oder die Familie zu weit weg wohnt, zeigen ein erhöhtes Risiko für kognitive Einschränkungen. Fehlende soziale Interaktion reduziert geistige Anregung und kann Rückzug sowie Depressionen fördern. Hinzukommt, dass die Isolation mit steigender Hilfsbedürftigkeit zunimmt, weil man sein Leben nicht wie gewohnt führen kann. „Diese ist im Gegensatz zur freiwilligen Isolation unfreiwillig und die Betroffenen empfinden oft Trauer, Wut oder Hilflosigkeit.“, sagt Johannes Weiß, Psychologe und Geschäftsführer von Home Instead in Ratingen und Umgebung.
2. Hörverlust
Die renommierte Lancet Commission on Dementia Prevention, Intervention and Care (2024) zählt unbehandelten Hörverlust zu den bedeutendsten beeinflussbaren Risikofaktoren für die Entstehung einer Demenz.
Wer schlecht hört, kann Gesprächen schwerer folgen, verliert schneller die Orientierung und zieht sich häufiger zurück. Das Gehirn arbeitet ständig auf Hochtouren, was als „kognitive Last“ bezeichnet wird. Ressourcen, die eigentlich für Gedächtnis, Aufmerksamkeit oder Denken zur Verfügung stehen sollten, werden dauerhaft für das Verstehen von Sprache benötigt. Langfristig kann dies kognitive Funktionen beeinträchtigen und Betroffene ziehen sich zurück, was eine ungewollte Isolation zur Folge hat.
3. Depression
Depressionen im höheren Lebensalter sind weit mehr als eine vorübergehende psychische Belastung. Sie gelten heute als einer der wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für die Entwicklung einer Demenz.
Zu diesem Ergebnis kommt die vielzitierte Meta-Analyse von Diniz und Kollegen (2013):
- Menschen mit Depression haben ein um 85 % erhöhtes Risiko, später an einer Demenz zu erkranken.
- Das Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung ist um 65 % erhöht, wenn man an einer Depression leidet.
- Das Risiko für eine vaskuläre Demenz ist sogar um 152 % erhöht.
„Steckt man in einer Depression, geschieht dies nicht von heute auf morgen. Sie ist jedoch von heute auf morgen sichtbar.“, stellt Johannes Weiß fest. „Betroffene sind antriebslos, verlassen nicht das Bett, kommen nicht mehr alleine zurecht.“
Depressionen gehen häufig mit langanhaltenden Stressreaktionen einher. Dabei werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet, die insbesondere den Hippocampus belasten können. Der Hippocampus ist eine Hirnregion, die für Lernen und Gedächtnis von zentraler Bedeutung ist.
Bereits heute wird angenommen, dass diese Veränderungen die Widerstandsfähigkeit des Gehirns gegenüber neurodegenerativen Erkrankungen reduzieren können.

Soziale Isolation – ein unterschätzter Risikofaktor
Viele Menschen verbinden Demenz ausschließlich mit Gedächtnisverlust. Tatsächlich spielt jedoch die soziale Teilhabe eine entscheidende Rolle.
Wenn vertraute Kontakte verloren gehen, Angehörige weit entfernt wohnen oder Betroffene aus Unsicherheit immer seltener das Haus verlassen, entsteht häufig ein Kreislauf aus Rückzug, Einsamkeit und abnehmender Eigenständigkeit.
Deshalb ist soziale Aktivierung ein zentraler Bestandteil moderner Demenzbegleitung.
Home Instead unterstützt Menschen mit Demenz dabei,
- soziale Kontakte aufrechtzuerhalten,
- am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen,
- Gespräche und Begegnungen zu erleben,
- vertraute Gewohnheiten beizubehalten,
- Isolation und Einsamkeit entgegenzuwirken.
Warum Angehörige Home Instead wählen
Wir bei Home Instead wissen, welche Anforderungen eine Demenz besonders an das Umfeld der Betroffenen stellt. Wir sind darauf eingestellt, Familien zu entlasten, weil wir einfach da sind und wissen, was wir tun.
Leben mit Demenz – rufen Sie uns an und wir überlegen gemeinsam, was möglich ist: 02102 89 443-0 oder mailen uns: ratingen@homeinstead.de.