Hilfe annehmen, selbst entscheiden

Hilfe annehmen, selbst entscheiden

Der Einkauf wird anstrengender. Beim Kochen wäre eine helfende Hand angenehm. Und für manche Wege fehlt inzwischen die Sicherheit, sie allein zurückzulegen.

Trotzdem bleibt der Wunsch, selbst zu entscheiden: Was kommt auf den Tisch? Wann gehe ich nach draußen? Wie möchte ich meinen Tag verbringen?

Unterstützung kann genau hier ansetzen. Sie kann Aufgaben erleichtern und gleichzeitig Raum für eigene Entscheidungen lassen.

Warum Hilfe manchmal schwer anzunehmen ist
Wer lange für sich selbst und vielleicht auch für andere gesorgt hat, muss sich an Unterstützung erst gewöhnen.

Vielleicht entsteht die Sorge, anderen zur Last zu fallen. Vielleicht fühlt es sich ungewohnt an, eine fremde Person in die Wohnung zu lassen. Oder es gibt die Befürchtung, dass künftig alles anders gemacht wird.

Solche Gedanken verdienen Aufmerksamkeit. Ein guter Anfang ist deshalb ein Gespräch darüber, was tatsächlich gebraucht wird und was die Person weiterhin selbst übernehmen möchte.

Gemeinsam einkaufen statt einfach alles erledigen
Unterstützung sieht für jeden Menschen anders aus.

Für eine Person ist es hilfreich, wenn jemand den Einkauf vollständig übernimmt. Eine andere möchte gern mitkommen, die Produkte selbst auswählen und braucht vor allem Hilfe beim Tragen.

Auch beim Kochen lassen sich Aufgaben passend verteilen. Du entscheidest, welches Gericht es gibt, würzt die Soße oder bereitest im Sitzen das Gemüse vor. Die Betreuungskraft übernimmt die Schritte, bei denen du Unterstützung möchtest.

So bleiben vertraute Fähigkeiten und persönliche Vorlieben Teil des Alltags.

Erst fragen, dann handeln
Oft macht schon die Formulierung einen Unterschied. „Soll ich dir dabei helfen?“ lässt Raum für eine Antwort. „Welche Aufgabe möchtest du übernehmen?“ lädt zum Mitmachen ein. Und „Wie machst du das normalerweise?“ zeigt Interesse an den bisherigen Gewohnheiten.

Auch wenn etwas mit Unterstützung schneller gehen könnte, darf der Mensch sein eigenes Tempo behalten. Entscheidend ist, welche Hilfe er möchte und was ihm im Alltag wichtig ist.

Unterstützung darf klein beginnen
Es muss nicht sofort der ganze Alltag neu organisiert werden. Vielleicht reicht zunächst eine Begleitung zum Einkaufen, Hilfe bei der Vorbereitung einer Mahlzeit oder ein gemeinsamer Spaziergang. Im Gespräch lässt sich herausfinden, was entlastet und was sich gut anfühlt. Wünsche können sich verändern. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig nachzufragen: Passt die Unterstützung noch? Gibt es etwas, das anders gemacht werden soll?

Home Instead richtet die Betreuung an den persönlichen Bedürfnissen und vereinbarten Aufgaben aus. Ziel ist ein Alltag, in dem Unterstützung und eigene Entscheidungen zusammenpassen. Hilfe anzunehmen darf bedeuten: Ich entscheide weiterhin selbst und bekomme Unterstützung dort, wo ich sie brauche.

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