Pressemitteilung: Pflegeversicherung neu gedacht: Diskussionsvorschlag bietet Antworten für den Zukunftspakt Pflege 2025

24. Juli 2025
Home Instead GmbH & Co. Logo

Frechen, 16. Juli 2025 – Die Arbeitsgruppe „Diskussionsvorschlag zur Reform der Pflegeversicherung“ hat vor drei Jahren erstmalig einen umfassenden, praxisbezogenen Diskussionsvorschlag zur Reform der Pflegeversicherung veröffentlicht. Die 15 Expertinnen aus der Pflegepraxis haben ihren Vorschlag mit den Arbeitsaufträgen des Zukunftspakts Pflege 2025 abgeglichen. Viele der Fragestellungen können mit dem vorliegenden Diskussionsvorschlag beantwortet werden. Es liegt ein zukunftsweisendes Modell zur Neustrukturierung des Leistungsrechts auf dem Tisch, dass auf eine effiziente Verwendung der Beitragsgelder setzt. Der Vorschlag adressiert zentrale Herausforderungen der Pflegeversicherung – demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Kostenentwicklung – mit einem systemisch konsistenten Ansatz: dem persönlichen Zeitbudget.

Zeit statt Geld: Neue Logik der Leistungsgewährung

Kern des Modells ist die Ablösung der bisherigen Geldbetragslogik durch ein kalendertägliches Zeitbudget je Pflegegrad (z. B. Pflegegrad 4 = 4 Stunden). Die Vergütung erfolgt auf Basis bundeseinheitlich verhandelter Stundenpreise zwischen Leistungserbringern und Pflegekassen. Damit wird eine transparente, kalkulierbare und sozial ausgewogene Preisstruktur geschaffen, die sowohl unternehmerische als auch gesellschaftliche Belange berücksichtigt.

Sektorengrenzen auflösen – Versorgung flexibilisieren

Das Modell hebt die Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung auf. Pflegebedürftige können ihr Zeitbudget individuell oder gemeinschaftlich nutzen – unabhängig vom Ort der Leistungserbringung. Dies ermöglicht neue Angebotsformen, insbesondere im ländlichen Raum, und fördert die Entwicklung digital unterstützter Versorgungsmodelle.

Pflegegeld an überprüfbare Leistungen koppeln

Das Pflegegeld wird künftig nicht mehr als pauschaler Einkommensersatz gewährt, sondern an konkrete, im Rahmen der Beratung (§ 37.3 SGB XI) überprüfbare Leistungen gebunden. Die Vergütung erfolgt direkt an die pflegende Person und orientiert sich an einem prozentualen Anteil des bundeseinheitlichen Stundenpreises.

 Prävention und Planungssicherheit integriert

Durch die Integration präventiver Leistungen in das Zeitbudget entstehen Anreize für nachhaltige Versorgungsqualität. Gleichzeitig schafft das Modell durch die Mengensteuerung über Zeitbudgets und ein dynamisches Preisfindungsverfahren eine belastbare Planungsgrundlage für die Ausgabenseite der Pflegeversicherung.

 Einladung zum Dialog

Die AG Diskussionsvorschlag – ein interdisziplinäres Gremium aus 15 Expertinnen und Experten – stellt ihre Expertise für vertiefende Fachgespräche zur Verfügung. Ziel ist es, bis Ende 2025 gemeinsam mit Bund und Ländern tragfähige Reformvorschläge zu verabschieden.

 Kontakt:
AG Diskussionsvorschlag zur Reform der Pflegeversicherung
c/o Thomas Eisenreich, Home Instead GmbH
Alfred-Nobel-Straße 29, 50226 Frechen
Thomas.eisenreich@homeinstead.de

Anlagen: Diskussionsvorschlag_und_Zukunftspakt_Pflege_2025

Mitglieder der Arbeitsgruppe Diskussionsvorschlag zur Reform der Pflegeversicherung

Ihr Standort: