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Häusliche Betreuung: neue Perspektiven für Pflegefachkräfte

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Die Anbieter häuslicher Betreuungsleistungen sind ein zunehmend wichtiges Element im Hinblick auf die Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Sie ergänzen nicht nur die ambulante Pflege, sondern entlasten auch die Angehörigen der Betroffenen in hohem Maß. Damit tragen sie zu mehr Lebensqualität für alle Beteiligten bei. Nach Ansicht von Jörg Veil, Geschäftsführer von Home Instead Seniorenbetreuung, dem zurzeit größten ambulanten Betreuungsanbieter in Deutschland, gilt das aber nicht nur für Betreuungsbedürftige und ihr unmittelbares privates Umfeld, sondern auch für die Mitarbeiter der Dienste – und zwar gleichermaßen für die qualifizierten Fachkräfte und die angelernten Betreuungskräfte. Hier können die Pflegefachkräfte ihr Fachwissen in einem Umfeld einsetzen, das auf Zwischenmenschlichkeit und ausreichend Zeit für die Pflegebedürftigen setzt. Im wachsenden Segment der häuslichen Betreuung bieten sich attraktive berufliche Perspektiven.

Seit Inkrafttreten des Terminservicegesetzes (TSVG) im Mai dieses Jahres können auch reine Betreuungsdienste als Sachleistungserbringer die Pflegekassenzulassung beantragen. Mit den ersten Zulassungen außerhalb des Modellvorhabens dürfte in der zweiten Jahreshälfte 2019 zu rechnen sein. Erklärtes Ziel des Gesetzgebers ist es, die Pflege zu Hause zu stärken und die pflegenden Angehörigen besser zu entlasten. Die Argumente: Betreuungsleistungen und Hilfen in der Haushaltsführung sichern das Verbleiben in der eigenen Häuslichkeit. Mit der Zulassung von Betreuungsdiensten können Menschen in ihrem direkten Lebensumfeld gezielt gefördert, angeleitet und darin unterstützt werden, ihre Selbständigkeit zu erhalten. Die Zulassung von Diensten mit der Konzentration auf Betreuungsleistungen hilft zudem, umfassende Care-Strukturen aufzubauen und somit das Serviceangebot der ambulanten Pflegefachkräfte zu ergänzen. Ambulante Pflegedienste können zwar auch schon heute die zeitintensiven Betreuungsleistungen anbieten. In der Praxis haben aber die ambulanten Pflegedienste oftmals nicht genügend Kapazitäten bzw. nicht die passenden Mitarbeiter und Strukturen hierfür. Daher können die Betroffenen derzeit Betreuungsleistungen und hauswirtschaftliche Hilfen mangels ausreichender Angebote oftmals nicht abrufen.

Tatsächlich haben Bundestag und Bundesregierung durch das TSVG die Tür zu einem umfassenden Pflege- und Betreuungsansatz geöffnet, der nicht nur den Betroffenen mehr Unabhängigkeit und damit Lebensqualität ermöglicht. Langfristig kann er auch für mehr ökonomische Effizienz sorgen, indem eine kostenintensive stationäre Unterbringung vermieden wird und auf der anderen Seite pflegende Angehörige entlastet werden, die damit mehr Freiheiten für ihre eigenen beruflichen und persönlichen Aktivitäten haben.

Die neue gesetzliche Regelung bedarf im Detail sicher noch der einen oder anderen detaillierten Ausgestaltung. Als einer der maßgeblichen Anbieter häuslicher Betreuungsleistungen sieht sich Home Instead hier durchaus in einer Vorreiterrolle und wird – je nach Bedarf – seine Erfahrungen über den Bundesverband der Betreuungsdienste e.V. (kurz BBD) zur Verfügung stellen. Da Home Instead Deutschland seit der Gründung im Jahr 2008 als Pflege- und Betreuungsdienst durch die Pflegekassen anerkannt ist, wächst auch zunehmend der Bedarf an Pflegefachpersonal, um die lokalen Betriebe auf- und auszubauen und langfristig mit hohem Qualitätsanspruch zu führen.

Zeit und Zuwendung sind die Währung der Betreuungsdienstleister

Die neue gesetzliche Einordnung gibt also den Betreuungsdiensten den Platz im System, der ihnen zukommt. Keine unbescheidene Behauptung, sondern Tatsache: Gerade die beziehungsbasierte und stundenweise Betreuung hat für die Betroffenen und ihr Umfeld erwiesenermaßen eine ausgesprochen positive Wirkung. Dort, wo medizinische oder anderweitig anspruchsvollere Pflege benötigt wird, stehen die entsprechenden ambulanten Pflegedienste zur Verfügung – die allerdings oft unter starkem Zeitdruck arbeiten müssen. Hier eine sinnvolle Ergänzung zu bieten, liegt auf der Hand. Die häusliche Betreuung setzt auf individuelle Zuwendung, Zeit und Einfühlung. Neben Betreuungsleistungen geht es hier vor allem um die (gemeinsame) Bewältigung des Alltags, darum, das Leben auch bei starken Einschränkungen lebenswert zu machen – Pflegeleistungen dürfen nicht erbracht werden.

Gesucht: Fachkompetenz und Managementqualitäten

Überall dort, wo es um Menschen und ihre Gesundheit – körperlich wie seelisch – geht, gibt es die berechtigte Forderung nach kompromissloser Qualität. Das bedeutet: Neben dem Engagement und der Empathie der Betreuungskräfte kommt es auch und vor allem auf professionelles Arbeiten und eine effiziente Organisation an – also auf das Know-how und die Erfahrung von Fachkräften. Sie sind es, die für eine reibungslose Organisation sorgen, sie sind das kommunikative Bindeglied zwischen Anbieter und Kunde, schulen die Mitarbeiter, weisen diese in ihre Einsätze ein und stellen sicher, dass alle kritischen Prozesse optimal ablaufen. Mit einem Wort - sie sind dafür verantwortlich, dass die Betreuungsqualität gesichert ist.

Alleinstellungsmerkmal Entschleunigung

Darin unterscheiden sie sich prinzipiell nicht von einer Führungskraft in einem konventionellen Unternehmen jedweder Branche. Etwas aber ist entscheidend anders: Betreuungsanbieter „produzieren" Menschlichkeit, Unterstützung und Lebensqualität. Ihre Rolle im Pflegemix erlaubt zudem in der Regel ein Arbeiten ohne den branchenüblichen Stress und Zeitdruck – es muss nicht jede Minute optimal ausgenutzt werden. Gerade in der Entschleunigung und Nachhaltigkeit liegt der eigentliche Wert der Dienstleistungen am Menschen. Die Ware „Zeit" mag allgemein als Luxus gelten – bei Anbietern von Betreuungsdienstleistungen bildet sie einen Kern des Geschäftsmodells. Hier läuft die Uhr im Stunden- und nicht im Minutentakt, Kontinuität und Nachhaltigkeit der Arbeit stehen stärker im Vordergrund als Abarbeiten eines straffen, hochrationalisierten Pensums.

Dieses Prinzip und diesen Anspruch täglich in gelebte Realität umzusetzen ist die Aufgabe, die sich engagierten Fachpflegekräften stellt. Die Möglichkeit dazu haben sie an vielen Stellen – mit Ausnahmen: So gibt es bei Betreuungsdienstleistern keinen Einsatz bzw. keinen Dienst am Bett für Fachkräfte. Ebenso wenig findet die Arbeit in anstrengenden Schichten oder am Wochenende statt. Wer also Wert auf geregelte, Arbeitszeiten von Montag bis Freitag legt und sich eine Tätigkeit abseits der aufreibenden Pflege wünscht, findet bei Anbietern wie Home Instead attraktive Perspektiven mit gutem Entwicklungspotenzial.

Hohe Wachstumspotenziale

Zudem legen Betreuungsdienstleister derzeit ein beachtliches Wachstum vor – Home Instead als größter Anbieter geht auch hier voran. Damit wächst der Bedarf an Fachkräften, was die Position examinierter oder anderweitig qualifizierter Pflegekräfte und Brancheninsider zusätzlich stärkt. Das Wachstum ist keine Überraschung, denn es nimmt nicht nur der Anteil älterer Menschen an der Gesellschaft stetig zu, sondern es nehmen auch sehr viele zuhause wohnende Pflegebedürftige die bestehenden Angebote (noch) nicht wahr: Ganze zwei Drittel haben heute noch keinen Pflegedienst im Einsatz und behelfen sich mit rein privat bzw. familiär getragenen Lösungen. Das bedeutet, dass hier ein enormer Bedarf entsteht, der bereits heute nur in Teilen gedeckt ist. Für Fachkräfte bedeutet das eine zusätzliche Aufwertung und noch interessantere Jobperspektiven.

Breites Betätigungsfeld: von Kundengespräch bis Mitarbeitertraining

Gerade erfahrene Pflegediensteiter/-leiterinnen (PDL) kennen die Hektik und den Druck, der sie je nach Arbeitgeber und Rahmenbedingungen erwarten kann. Entscheiden sie sich für einen Betreuungsdienstleister bzw. Home Instead, erwartet sie hingegen eine abwechslungsreiche und fordernde, aber nicht überfordernde Tätigkeit. Ihnen obliegt vor allem die Qualitätssicherung über alle Bereiche hinweg. Das umschließt nicht nur die Aufsicht über die Arbeit der Betreuungskräfte, sondern auch die Kundenbeziehungen. Sie führen die entscheidenden Gespräche mit den Kunden – vom Erstkontakt bis hin zur regelmäßigen Reflexion – und initiieren Pflegevisiten. Außerdem unterweisen sie die Betreuungskräfte bei Home Instead zudem in der Grundpflege.

Auch auf Stellvertretende PDL warten bei Home Instead viele interessante Tätigkeitsfelder. Diese liegen vor allem im Personalbereich. So gehört die Initiierung und Durchführung von Trainings für die Mitarbeiter ebenso zum Aufgabenbereich einer stellvertretenden PDL wie die Funktion als fester und permanenter Ansprechpartner für die Betreuungskräfte – beispielsweise bei Einstellungsgesprächen oder bei Gesprächen nach Ablauf der Probezeit. Nicht zuletzt gibt es auch interessante Perspektiven im Bereich Disponent und Einsatzplanung, die mit der Betriebsgröße gewissermaßen „mitwachsen" können und eine weitere Option für die stellvertretende PDL darstellen. Da sich die Arbeit mit und am Menschen keineswegs nur auf den Kundenverkehr der Betreuungskräfte beschränkt, kommt es auch bei einer stellvertretenden PDL stark auf ihre Soft Skills an. Das heißt konkret: Sie sollte gut auf Menschen zugehen können und über ein Gespür verfügen, wer welche Stärken hat und wie diese optimal eingesetzt und gefördert werden können – selbst dann, wenn der oder die Betroffene dazu neigt, sein bzw. ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Sie muss motivieren können und wissen, wer an welchem Platz die besten Resultate bringen kann. Letzten Endes obliegt es ihm/ihr im Zweifelsfall auch, zu erkennen, ob und wann sich ein Mitarbeiter selbst über- oder unterschätzt, und entsprechend als Korrektiv zu agieren.

Branchenentwicklung erschließt neue Perspektiven

Auch an anderer Stelle bieten sich bei Home Instead zahlreiche Möglichkeiten für engagierte examinierte Alten- bzw. Krankenpfleger. Geregelte Büro- bzw. Arbeitszeiten und abwechslungsreiche, fordernde Aufgaben sind dabei nur ein gutes Argument. Ein anderes ist die weitere Entwicklung eines ganzen Branchensegments, das zurzeit noch am Anfang steht. Wie genau sich die Betreuungslandschaft in Deutschland weiterentwickeln wird, welche zusätzlichen Möglichkeiten entstehen können, ist von heute aus nur ansatzweise zu prognostizieren. Sicher ist aber, dass es sich auch abseits des direkten und ständigen Kundenkontakts, also der Betreuung vor Ort, um ausgesprochen sinnstiftende Tätigkeiten handelt. Denn ganz gleich, an welcher Stelle: Stets geht es darum, Menschen zu befähigen, ihr Leben – unabhängig von Einschränkungen bis hin zur Pflegebedürftigkeit – selbstbestimmt weiter zu leben.

Ein besonderes Merkmal von Home Instead im Marktkontext ist das Partnerschaftsmodell. Die Zentrale steht dabei den rechtlich eigenständigen Partnerbetrieben überall in Deutschland zur Seite und unterstützt sie im Bedarfsfall in jedweder Hinsicht. Von der umfassenden Erfahrung und dem detaillierten Know-how kann somit jeder einzelne Mitarbeiter profitieren.

Home Instead hat ein klares Ziel formuliert: das Gesicht des Alterns auch in Deutschland zu verändern. Eine Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden kann und die Bereitschaft voraussetzt, sich auf etwas Neues einzulassen. Jeder Mitarbeiter kann in seinem Bereich dazu beitragen, diesen Anspruch immer wieder aufs Neue Realität werden zu lassen – wenn auch er seinen Beruf im Wortsinn „einfach persönlicher" nimmt.