Heinsberg

Kompetenz Demenz

Was ist Demenz?

Das Thema Demenz ist so präsent wie nie zuvor. Nahezu jeder von uns kennt inzwischen Betroffene oder deren Angehörige, viele von uns sind Menschen mit Demenz bereits persönlich begegnet.

Wie sollen wir den Erkrankten begegnen? Wie begleiten wir sie? Was brauchen die Betroffenen von uns als Unterstützung? Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir unsere Vision einer demenzfreundlichen Gesellschaft verwirklichen.

Zahlen und Fakten

​Demenz betrifft uns alle

Demenz ist ein Thema, das unsere Gesellschaft immer stärker beschäftigen wird, denn die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen nimmt stetig zu. In Deutschland sind laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. 2020 bereits 1,6 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen, bis 2050 werden es voraussichtlich doppelt so viele sein, weltweit* 131,5 Mio.

*Quelle: World Alzheimer Report 2015

Was genau ist eigentlich Demenz?

Krankheitsbild und -verlauf

Bei Demenz denken viele Menschen zuerst an Vergesslichkeit. Dies kann eines der Symptome sein, doch Demenz ist weit mehr. Je nach Schwere des Krankheitsverlaufs sind Einschränkungen der kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten die Folge, bis hin zu deren Verlust. Betroffen sind vor allem das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, Sprache und Motorik. Die Symptome entwickeln sich langsam, bis sie zu einer erheblichen Beeinträchtigung im Alltag, beruflich wie privat, führen. Oftmals geht mit der Demenz auch eine Veränderung der Persönlichkeitsstruktur einher.
Alzheimer ist mit einem Anteil rund 60% die häufigste Form der Demenzerkrankung.

Was ist Demenz nicht?

Demenz ist keine normale Vergesslichkeit.
Der dementielle Patient vergisst nicht, wo er den Schlüssel hinterlegt hat, sondern auch, wozu der Wohnungsschlüssel dient, deshalb liegt er an einem seltsamen Ort, wie z.B. im Kühlschrank.

Demenz ist keine Geisteskrankheit.
Es gibt keine äußeren Merkmale, die Orientierung funktioniert mal gut, mal schlecht.

Demenz steht nicht für schlechtes Benehmen.
Die sorgfältige Frühdiagnostik ist wichtig, Medikamente und nichtmedikamentöse Interventionen können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Demenz ist nicht heil-, aber behandelbar.
Die Krankheit kann Symptome mit sich bringen, die das Verhalten verändern, welches schon mal als schlechtes Benehmen gewertet wird. Bitte pflegen Sie weiterhin einen wertschätzenden Umgang, der Erkrankte kann sein Verhalten nicht steuern.

Welche Demenzformen gibt es?

Rund 60% aller dementiellen Patienten leiden an Alzheimer, in der Regel sind dies Menschen ab dem 60. Lebensjahr. Doch auch Durchblutungsstörungen im Gehirn können eine Demenz hervorrufen. 15% der Erkrankten, auch deutlich jüngere, sind von dieser vaskulären Demenz betroffen.

Wie ist der Krankheitsverlauf bei Demenz?

Um das Krankheitsbild der Demenz besser verstehen zu können, ist es wichtig zu wissen, dass der Krankheitsverlauf ständigen Veränderungen unterliegt. Mit zunehmender Dauer der Erkrankung treten die Störungen im Gehirn immer häufiger auf.
Der Verlauf der Demenzerkrankung wird daher in drei Phasen eingeteilt:

Frühes Stadium – Vergesslichkeit

 Die ersten Einschränkungen machen sich bemerkbar, z.B.:

  • aktuelle Ereignisse oder neue Informationen werden vergessen
  • zeitliche und örtliche Orientierung ist beeinträchtigt
  • Verlust vom räumlichen Sehen
  • alltägliche Handlungen können nicht mehr ohne Fehler bewältigt werden
  • erste Wortfindungsprobleme
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen

In diesem Stadium ziehen sich viele Menschen zurück. Sie leben zuhause, manchmal sogar alleine, und sind nur punktuell auf Hilfe angewiesen.

Mittleres Stadium – deutliche Ausfälle

Die Einschränkungen sind in dieser Phase deutlich stärker ausgeprägt.
Zusätzlich können weitere Symptome auftreten, z.B.:

  • Angst, Ruhelosigkeit und Umherwandern
  • Aggression und Wut, Überreaktion und Panik
  • Wahnvorstellungen und Halluzinationen
  • Verhaltensstörungen, Wesensänderungen
  • Misstrauen, Weglaufen

In diesem Stadium fallen alltägliche Verrichtungen immer schwerer, ebenso die Kommunikation und Orientierung. An Demenz erkrankte Menschen können zwar noch zuhause leben, benötigen jedoch täglich Hilfe.

Spätes Stadium – starke kognitive Beeinträchtigungen

Die Einschränkungen sind massiv und der Demenzkranke ist nicht mehr in der Lage, sich der Situation entsprechend zu verhalten, z.B.:

  • Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft können nicht mehr auseinander gehalten werden
  • Viele Betroffene ziehen sich komplett in sich zurück und stellen das Sprechen ein
  • Schrumpfung des Gehirns um bis zu 20%
  • Verschlechterung der körperlichen Verfassung bis hin zur Bettlägerigkeit und Inkontinenz

In diesem Stadium erkennen viele Betroffene selbst engste Angehörige nicht mehr. Bewusstsein und Persönlichkeit sind stark verändert. Betroffene mit schwerer Demenz sind komplett pflegebedürftig, die meisten leben in Pflegeheimen.

Demenz – eine der häufigsten neurologischen​ Erkrankungen im Alter

Ursachen und Risikofaktoren

Bis heute sind die genauen Hintergründe und Abläufe bei Demenz nicht vollständig wissenschaftlich erforscht. Die häufigste Ursache für Demenz sind jedoch sogenannte neurodegenerative Erkrankungen, bei denen die Nervenzellen im Gehirn absterben oder in ihrer Kommunikation untereinander gestört sind. Größter Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz ist das Alter, die Gefährdung bei Frauen ist höher als bei Männern und auch genetische Faktoren spielen eine Rolle.

Symptome einer beginnenden oder fortgeschrittenen Demenz

Anzeichen einer Erkrankung

Die Erkrankung geht mit einer Vielzahl von Symptomen einher, die jedoch nicht immer alle und auch nicht bei jedem Erkrankten gleichermaßen auftreten müssen. Zu den häufiger vorkommenden Demenz-Symptomen zählen:

  • Schwierigkeiten beim Erinnern an Namen, Orte, Gegenstände und auch aktuelle Ereignisse
  • Schwierigkeiten bei der zeitlichen Orientierung (Tages- wie auch Jahreszeit)
  • Ungewöhnliche Handlungen oder Entscheidungen
  • Mühe beim Planen und Organisieren des Alltags
  • Aufregung oder sogar Angst beim Treffen von Entscheidungen
  • Halluzinationen sowie das Wahrnehmen nicht anwesender Personen

Betreuung bei Demenz

Warum Demenzkranke zuhause am besten aufgehoben sind

Menschen mit Demenz betonen immer wieder, wie wichtig es ihnen ist, trotz Krankheit selbstbestimmt zu handeln und zu leben. Der geschützte Raum ihres Zuhauses hat dabei eine besondere Bedeutung.
Viele Familien jedoch sind schlichtweg überfordert mit der Betreuung des Erkrankten und allein mit ihren Sorgen.
Sie zu entlasten ist ein wesentliches Ziel der Arbeit von Home Instead.
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