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Sommerzeit – Urlaubszeit

Aber wer kümmert sich um meine Mutter? Kurzzeitpflege ist auch zu Hause möglich

Essen-Süd, Pflegende Angehörige brauchen auch einmal Urlaub, aber wer schaut während dieser Zeit nach Mutter oder Vater? Die meisten Menschen wollen ja zu Hause in ihren eigenen vier Wänden bleiben und das auch, wenn pflegende Angehörige einmal in den wohlverdienten Urlaub gehen. Ein vorübergehender Umzug in ein Pflegeheim kommt für sie dann nicht in Frage. Was viele nicht wissen, neben den reinen Pflegediensten gibt es auch Betreuungsdienste. Diese arbeiten nicht im Minutentakt, sondern man kann bei ihnen Zeit buchen. Mitarbeiter von Betreuungsdiensten sind in vielen Bereichen einsetzbar. Sie gehen mit den pflegebedürftigen Menschen einkaufen, begleiten sie zum Arzt, lesen vor, aber kochen auch oder unterstützen im Haushalt.

Weitere Informationen, auch zur Finanzierung, eine Abrechnung über die Pflegekasse ist möglich, gibt der Geschäftsführer des hiesigen Home Instead Betriebes Frank Puller.


08.04.2016 Wichtige Information für Pflegende Angehörige

Verschenken Sie kein Geld
Pflegekasse unterstützt mit Betreuungsgeld

Essen-Süd. Viele Pflegebedürftige und deren Angehörige wissen nicht, dass sie jedes Jahr Geld verschenken. Seit dem 1. Januar 2015 steht pflegebedürftigen Menschen (ab Pflegestufe I) zum Pflegegeld auch ein monatliches Betreuungsgeld von bis zu 104 Euro zu. Dieses kann für Tages- oder Nachtpflege, Haushalts- und Familienbetreuung, aber auch für sogenannte niederschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote genutzt werden. Dazu gehört auch der Einsatz von Alltags- und Pflegebegleitern. Diese bieten unter anderem Serviceangebote im Haushalt wie putzen, bügeln, einkaufen und die Begleitung zu Ärzten an. „Leider rufen viele Pflegebedürftige diese zusätzlichen Leistungen nicht ab", weiß auch Frank Puller, Geschäftsführer des neu eröffneten Home Instead Pflege- und Betreuungsdienstes in Essen-Süd, zu berichten.

Wer also eine Pflegestufe hat und sich oder seine Angehörigen mit haushaltsnahen Dienstleistungen entlasten will, dazu zählt nicht die Grundpflege, kann dafür jährlich bis zu 1.248 Euro abrufen. „Das sind 41 Betreuungsstunden, die Pflegebedürftige bei uns in Anspruch nehmen können. Wir beraten gerne und planen nach individuellen Wünschen den sinnvollen Einsatz unser Betreuungskräfte", betonte er.

Wichtig: Auch die für 2015 nicht abgerufenen Gelder sind noch einsetzbar. Diese könnten bis Mitte des Jahres bei der Pflegekasse abgerechnet werden, darauf weist Puller ausdrücklich hin.

Auch ohne eine bescheinigte Pflegebedürftigkeit können Frank Puller und sein Team aufzeigen, wie Angehörige die Situation ihrer pflege- und hilfebedürftigen Eltern verbessern und erleichtern können. Home Instead-Betreuungskräfte sind umfassend geschult und wissen daher, worauf es ankommt. „Wir wissen aus Erfahrung, wie wichtig es ist, seine Angehörigen gut betreut zu wissen. Wenn es den pflegebedürftigen Angehörigen gut geht, kann die Familie in einen normalen Alltag zurückkehren", weiß Puller aus Erfahrung.

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